Verein der Einwohner und Freunde von Boipeba
Das Vereinsziel von Amabo ist es die Lebensbedingungen der Einwohner der Insel verbessern und die Natur zu erhalten. |
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e-mail: amabo@amabo.org.br |
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Vereinsziele
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Nachhaltige Entwicklung der Insel Boipeba |
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In den Jahren 1999/2000, haben Einwohner Boipebas,
organisiert im Verein Amabo, ein Programm zur Nachhaltigen
Entwicklung Boipebas - Desibo, entworfen. Dabei wurde
nach einem Weg gesucht, der die wirtschaftliche Entwicklung
der Insel, speziell de Tourismus, zu ermöglichen
ohne dabei die Umwelt zu zerstören. Auf der Basis dieses Pragramms, wurden im laufe der Jahre mehrere Projekte erarbeitet und erfolgreich durchgeführt. |
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In den letzten Jahren hat sich die Umwelterziehung als Instrument de Mobilisation der Gesellschaft hervorgetan, wenn es um Einsicht über die Ursachen und Folgen der menschlichen Aktivitäten in der Umwelt geht. In den Kapitel über die Umwelt, drückt die Brasilianische Verfassung die Verbindlichkeit der Umwelterziehung aus. Der Verein Amabo will zur Verbreitung von Informationen über die Umweltprobleme unter der Bevölkerung der Insel Boipeba beitragen und dabei die Vorgaben der Regierung weiterverfolgen: die Umwelt in ihrer Gesamtheit zu betrachten und die Umwelterziehung als fortlaufenden Prozeß zu betrachten, der ein kritisches Denken und die Zusammenarbeit fördert. Ausgehend von diesen Vorgaben und in Zusammenarbeit mit den örtlichen Schulen, der Ortsverwaltung und den verschiedenen öffentlichen Institutionen, will der Verein Amabo zu einer neuen Betrachtung der Umwelt beitragen. Das aktuelle Wirtschaftsmodell hat große Ungleichheiten hervorgerufen. Auf der einen Seite wurden Werte geschaffen und auf der anderen haben Armut und Umweltprobleme stark zugenommen. Um diesem Ungleichgewicht entgegen zu wirken will ein Nachhaltige Entwicklung das wirtschaftliche Wachstum mit dem Umweltschutz und einer sozial ausgeglichenen Entwicklung verbinden. Um dieses Ziel zu erreichen, muß der Umweltschutz als fester Bestandteil der gesellschaftlichen Entwicklung angesehen werden. Die Nachhaltige Entwicklung sorgt sich um die Schaffung und Verteilung neuer Werte und der Verbesserung der Lebensqualität der gesamten Bevölkerung, ebenso wie um die Erhaltung der Umwelt auf der ganzen Erde. |
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Der Verein hat eine Zusammenfassung der Richtlinien erarbeitet, um die Bewohner und die Besucher der Insel Boipeba über die Notwendigkeit des Naturschutz zu informieren. Gut informiert, können die Bewohner und Besucher die Ziele des Naturschutzgebiets besser verstehen und aktiv zur Erhaltung der Ökosysteme beitragen. |
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Nachhaltige Entwicklung des Tourismus |
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Dabei wird de Ökotourismus als Segment des Tourismus definiert, der das kulturelle Erbe und die natürlichen Ressourcen schützt und gleichzeitig eine Verbesserung der Lebensbedingungen der lokalen Bevölkerung bewirkt. |
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Für Brasilien bietet dieser Tätigkeit eine wichtige Möglichkeit zur wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung des Landes. Die richtige Nutzung der Ökosysteme eröffnet neue Alternativen um die Lebensbedingungen der Bevölkerung zu verbessern, ohne die negativen Begleiterscheinungen des Massentourismus. Wichtig ist die Anzahl der Besucher auf ausgeglichenes Niveau zu begrenzen und die Investitionen zu koordinieren und zu kontrollieren. Nur so kann sich ein Tourismus entwickeln, der die natürlichen Rahmenbedingungen respektiert und der lokalen Bevölkerung zu Gute kommt. |
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Projekte |
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Seit seiner Gründung, hat der Verein Amabo verschiedene Projekte verwirklicht, die dem Vereinsziel, "die Lebensbedingungen der Einwohner der Insel verbessern und die Umwelt von Boipeba erhalten", entsprechen.
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Natur- und Umweltschutz |
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Piscinas naturais |
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Begleitung der Aktivitäten zur Erdgaserschließung |
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Im März 2003 wurden mehrere Tonnen toter Fische in der Region zwischen Guaibim und Maraú geborgen. Zur gleichen Zeit waren zwei Firmen mit der Suche nach Erdgas in der Region beschäftigt. Die Firma El Paso hatte eine Plattform in der Nähe der Insel Boipeba stationiert, mit der sie Probebohrungen durchführte, während die Firma PGS mit Schiffen sismische Untersuchungen realisierte. Beide Firmen wurden beschuldigt das Fischsterben verursacht zu haben und die Staatsanwaltschaft leitete Untersuchungen dazu ein. Leider war die Beweisführung unvollständig, so daß der Verursacher nicht ermittelt werden konnte. Auf Grund dieses Vorkommnisses wuchsen bei den Anwohnern Zweifel über die tatsächlichen Auswirkungen der Erdgaserschließung und deren Überwachung. Bei öffentlichen Sitzungen zur Genehmigungen neuer seismischer Untersuchungen kritisierten diverse Vereine die Praktiken und forderten eine Begleitung der Aktivitäten durch Repräsentanten der Fischer und der Anwohner. Diese Forderung wurde von der zuständigen Behörde (Escritório de Licenciamento de Petróleo e Nuclear ELPN/IBAMA) aufgenommen und den Firmen PGS und Grant zur Auflage gemacht. |
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Schiffsunglück mit Parafin |
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Durch chemische Untersuchungen wurde festgestellt, dass das Unglück durch das Schiff "Pietro Barbaro" der italiänischen Firma Novamar Internacional SRL verursacht wurde. Die Firma Petrobras, damals zuständig für Reinigungsarbeiten petrochemischer Produkte, entsandte spezielle Reinigungsgruppen, die in 10 Tagen über 80 Tonnen Parafin einsammelten. |
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Umweltverschmutzung durch Öl |
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Die Amabo machte Anzeigen bei der Staatsanwaltschaft von Valença und der CRA. Zum Zeitpunkt entwickelte die Unternehmen El Paso und PGS Aktivitäten zur Öl-und Gasförderung. Es bestand der Verdacht, dass der Tod der Fische durch die Aktivitäten dieser Firmen verursacht wurde. |
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Der Vertreter der Firma El Paso sprach über ihre Arbeit in der Region und die Vorsichtsmaßnahmen die sie im Bereich des Umweltschutzes entwickeln. Er erklärte die Verfahren die El Paso unternommen hat um die möglichen Ursachen des Fischsterbens zu untersuchen und versprach den Abschlussbericht bis Mai 2003 vorzulegen. Der Vertreter der Firma EVEREST, verantwortlich für Umweltverträglichkeitsstudien der Aktivitäten der Firma PGS, erklärte die investigativen Maßnahmen und versprach die Ergebnisse der Analyse in einen Zeitraum von 3 bis 4 Wochen. Viele der Teilnehmer zeigten ein großes Missfallen und forderten Transparenz und Zuverlässigkeit in der Untersuchung des Vorfalls und einen Ausgleich der daraus resultierenden Verluste. Die Firmen El Paso und Everest stimmten zu, einen von der Staatsanwaltschaft ernannten Sachverständigen zu finanzieren, um die Untersuchungen der Unternehmen zu begleiten. Es wurde vereinbart, dass nach der Abgabe der Untersuchungsberichte eine neue öffentliche Anhörung stattfinden soll, um dem Publikum die Ergebnisse zu präsentieren. Am 23. September 2003 veranstaltete die Staatanwaltschaft eine weitere öffentliche Anhörung um die Ergebnisse der Forschung offen zu legen. Die beiden Unternehmen El Paso und PGS präsentierten ihre Gutachten in denen sie darauf hinwiesen, dass sie nicht für den Tod der Fische verantwortlich waren, aber nicht erklären konnten warum es zu dem Fischsterben kam. Der Sachverständige der Staatsanwaltschaft konnte die Ursache des Fischsterbens auch nicht benennen, was bei den anwesenden Fischern eine große Unzufriedenheit auslöste, da dieses Ergebnis die Bedeutung der Katastrophe ignorierte. |
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Ein Taucher berichtet, dass er Schiffe bei der Plattform der Firma El Paso beobachtete, die eine Substanz, die aussah wie Rauch oder Schlamm, ins Meer leerten. Ein paar Tage später bemerkten Taucher dass die Substanz durch die Strömungen angetrieben wurde, sich auf den Riffen nieder ließ und dort die Algen schwarz färbte. An der Wasseroberfläche strömte diese Substanz einen sehr starken Geruch aus und hatte eine gelbliche Farbe. |
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Die Amabo machte wieder Anzeigen bei der Staatsanwaltschaft und der IBAMA und verlangte eine effiziente Kontrolle und Überwachung der Tätigkeiten der Öl- und Gas-Exploration in der Region. Die Bevölkerung schlug eine Überwachung vor, bei der auch örtliche Vertreter teilnehmen können. |
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